Fühlst du dich oft gehetzt? Der Wecker klingelt, schnell die Kinder versorgen, ab ins Auto und rein in den Berufsverkehr. Egal ob du aus Langenfeld, Burscheid oder Monheim kommst – unser Alltag hier im Rheinland, mitten zwischen den Metropolen Köln und Düsseldorf, ist oft getaktet wie ein Uhrwerk.
Viele meiner Klienten kommen in meine Naturheilpraxis in Leverkusen mit Symptomen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: Verdauungsprobleme, Nackenschmerzen, Schlafstörungen oder innere Unruhe.
Doch es gibt einen gemeinsamen Nenner. Einen Dirigenten im Hintergrund, der entscheidet, ob dein Körper heilen kann oder ob er im Alarmzustand bleibt: Das autonome Nervensystem und sein Superstar, der Vagusnerv.
In diesem Artikel erkläre ich dir, warum das EVA-Konzept (Ernährung, Vagus, Atmung) genau hier ansetzt und warum Entspannung mehr ist als nur „auf dem Sofa liegen“.
Gaspedal und Bremse: Wie unser Nervensystem funktioniert
Um zu verstehen, warum wir krank werden oder uns unwohl fühlen, müssen wir einen Blick auf unser „Autonomes Nervensystem“ (ANS) werfen. Autonom heißt, es funktioniert automatisch. Du musst nicht daran denken, deinen Herzschlag zu steuern oder deine Verdauung zu aktivieren – das erledigt das ANS für dich.
Man kann es sich vereinfacht wie beim Autofahren vorstellen, mit zwei Hauptakteuren:
- Der Sympathikus (Das Gaspedal): Er ist für Leistung, Kampf oder Flucht zuständig. Er lässt das Herz schneller schlagen, weitet die Pupillen und stellt Energie bereit. Überlebenswichtig, wenn wir schnell reagieren müssen – oder wenn auf dem Weg nach Köln oder Düsseldorf auf der A1 oder A3 mal wieder gar nichts geht.
- Der Parasympathikus (Die Bremse): Er ist zuständig für Regeneration, Verdauung, Schlaf und Heilung. Nur wenn die Bremse aktiv ist, kann der Körper Reparaturprozesse starten.
Das Problem in unserer modernen Welt: Wir stehen oft dauerhaft auf dem Gaspedal. Der Fuß klemmt. Die Folge? Der Körper kommt nie in die Werkstatt.
Der Vagusnerv: Der Schlüssel zur Selbstheilung
Der wichtigste Teil des Parasympathikus (der Bremse) ist der Vagusnerv (Nervus Vagus). Sein Name bedeutet „der Wanderer“, weil er vom Hirnstamm durch den Hals bis in den Bauchraum wandert und dabei fast alle inneren Organe versorgt.
Der Vagus ist die Datenautobahn zwischen Gehirn und Bauch.
Warum spielt er für fast alle Symptome eine Rolle? Weil er der „innere Arzt“ des Körpers ist. Ist der Vagus stark (man spricht von einem hohen Vagustonus), kann der Körper Stress regulieren, Entzündungen eindämmen und Nahrung verwerten. Ist er schwach, bleiben wir im Stressmodus stecken. Das kann zu Reizdarm, Kieferknirschen, Ängsten oder chronischer Erschöpfung führen.
Ein kurzer Ausblick: Die Polyvagaltheorie
Der renommierte Forscher Stephen Porges hat mit seiner Polyvagaltheorie gezeigt, dass es nicht nur „An“ und „Aus“ gibt. Unser Nervensystem sucht ständig nach Sicherheit. Fühlen wir uns sicher, ist unser „sozialer Vagus“ aktiv – wir sind entspannt, kontaktfreudig und gesund. Fühlen wir uns bedroht (durch Stress, Trauma oder Lärm), schalten wir in alte Verteidigungsmuster um.

Messen statt Raten: Woher weiß ich, wie es meinem Vagus geht?
Viele Klienten fragen mich: „Eva, bilde ich mir den Stress nur ein?“
Als MTLA und Heilpraktikerin liebe ich Fakten. Deshalb verlasse ich mich nicht nur auf das Gefühl, sondern nutze in meiner Praxis in Leverkusen-Wiesdorf moderne Diagnostik.
Mit einem speziellen HRV-Gerät von Biosign messen wir deine Herzratenvariabilität (HRV). Das ist der Goldstandard, um den Zustand des vegetativen Nervensystems sichtbar zu machen.
Das Gerät zeigt uns schwarz auf weiß:
- Wie gut funktioniert deine Bremse?
- Wie hoch ist dein Stresslevel wirklich?
- Wie gut kann dein Körper regenerieren?
Diese Messung ist oft der „Aha-Effekt“ für meine Klienten und die Basis für jede Therapie – sei es Dentosophie, Ernährungsberatung oder mein Vagus-Training.
EVA-Ratgeber: Dein erster Schritt zu mehr Balance
Was kannst du tun, wenn die Diagnose „Dauerstress“ lautet? Hier kommt mein EVA-Konzept ins Spiel. Wir arbeiten ganzheitlich an Ernährung, Vagus und Atmung.
Hier ist ein sofort anwendbarer Tipp für dich, um den Vagus zu stimulieren:
Die verlängerte Ausatmung
Der Vagusnerv liebt langsames Atmen. Wenn wir einatmen, wird der Sympathikus (Gaspedal) leicht aktiviert. Wenn wir ausatmen, springt der Parasympathikus (Bremse) an.
Übung: Atme 4 Sekunden lang durch die Nase ein. Halte den Atem kurz. Atme dann 6 bis 8 Sekunden lang sehr langsam durch den Mund aus (wie durch einen Strohhalm).
Wiederhole dies 5-mal. Du wirst merken, wie deine Schultern sinken und Ruhe einkehrt.
Möchtest du mehr zum Thema Atmung erfahren? Dann sieh die meine Seite zum Thema Dentosophie an: Klick.
Dein Weg zur Naturheilpraxis in Leverkusen
Du möchtest wissen, wie es um deinen Vagusnerv steht? In meiner Naturheilpraxis in Leverkusen-Wiesdorf biete ich dir eine umfassende HRV-Messung und individuelle Beratung an.
Gemeinsam entwickeln wir einen Plan, der zu deinem Leben passt – ob du aus Langenfeld, Burscheid, Monheim oder direkt aus Leverkusen kommst.
Melde dich jetzt für ein unverbindliches Erstgespräch an und finde deinen inneren Ruhepol.